Workshops
Workshops 2027
Digital-Seminare für Rechtspfleger und Richter im Insolvenzrecht
Dienstag, 19. Januar 2027, von 10:30-11:30 Uhr
Interimsmanager = mehr Insolvenzmasse!?
Referent: Silvio Zeidler
Zielgruppe: Richter/Rechtspfleger
Beschreibung: Wie können Richter und Rechtspfleger zur Erzielung einer größeren Insolvenzmasse, speziell in Automotive-Verfahren, beitragen? Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen mag, wird der erfahrene Manager Silvio Zeidler anhand von Praxisfällen auflösen und aufzeigen, wie Richter und Rechtspfleger allein durch richtige Fragestellungen an den Insolvenzverwalter ein optimales Verfahrensergebnis befördern können. Lassen Sie sich von diesem praxisnahen Vortrag überraschen!
Dienstag, 16. Februar 2027, von 10 – 12 Uhr
Immer Ärger mit dem P-Konto
Referentin: Dr. Simone Biel (Rechtspflegerin am AG Fürth/Bayern)
Zielgruppe: Rechtspfleger
Beschreibung: Das Pfändungsschutzkonto, das durch die Insolvenzeröffnung und den daraus folgenden Insolvenzbeschlag gepfändet wird, § 35 InsO, stellt den Rechtspfleger regelmäßig vor verwickelte Fragestellungen. Nach einer kurzen Wiederholung der Vorschriften zum Pfändungsschutzkonto in der ZPO sollen Probleme aus der Praxis erörtert werden, die sich beispielsweise aus der Zweckgebundenheit von Forderungen, der Doppelpfändung von Lohnforderungen, aber auch aufgrund von Missverständnissen zwischen Schuldner und Drittschuldner ergeben. Ergänzend soll das Beschlussformular F3000 aus ForumStar zur Diskussion gestellt werden. Der Workshop richtet sich insbes. an Kollegen, die erst vor Kurzem in die Insolvenzabteilung gewechselt sind, doch soll auch altgedienten Kollegen die Gelegenheit bieten, Erfahrungswerte zu teilen.
Mittwoch, 03. März 2027, von 10 – 12 Uhr
Die Prüfung und Festsetzung von Vergütungsanträgen durch das Insolvenzgericht (Teil 1)
– Schlüssigkeit, Leitlinien, Begründetheit und Beanstandungen nach § 139 ZPO –
Referent: Prof. Dr. Hans Haarmeyer
Zielgruppe: Richter/Rechtspfleger
Beschreibung: Anhand des typischen Verlaufs eines Vergütungsfestsetzungsverfahrens werden die einzelnen Arbeitsschritte, orientiert an den gesetzlichen Regelungen und der Rechtsprechung des BGH, detailliert erläutert und anhand von Arbeitshilfen der effektiv gestaltete Prozess der Findung und Festsetzung einer angemessenen Vergütung im Einzelfall erörtert und mit den Teilnehmern diskutiert. Im 1. Teil steht der Antrag und dessen Vorprüfung selbst im Vordergrund sowie die Arbeit mit vergütungsrechtlichen Leitlinien für das jeweilige Insolvenzgericht.
Mittwoch, 31. März 2027, von 10 – 12 Uhr
Die Prüfung und Festsetzung von Vergütungsanträgen durch das Insolvenzgericht (Teil 2)
– Angemessenheit, Zuschlagsfähigkeit und die „richtige“ Begründung und Gesamtabwägung
Referent: Prof. Dr. Hans Haarmeyer
Zielgruppe: Richter/Rechtspfleger
Kurzbeschreibung: Anhand des typischen Verlaufs eines Vergütungsfestsetzungsverfahrens werden die einzelnen Arbeitsschritte, orientiert an den gesetzlichen Regelungen und der Rechtsprechung des BGH, detailliert erläutert und anhand von Arbeitshilfen der effektiv gestaltete Prozess der Findung und Festsetzung einer angemessenen Vergütung im Einzelfall erörtert und mit den Teilnehmern diskutiert. Der 2. Teil widmet sich der eigentlichen Festsetzungsentscheidung sowie der „Angemessenheit“ und deren Bestimmungsmöglichkeit. Hinzu kommt eine Darstellung der Mindestvoraussetzungen für eine rechtsmittelfeste Begründung.
Montag, 12. April 2027, von 10 – 12 Uhr
Praxis der vorläufigen Eigenverwaltung
Referenten: RiAG (stVDirAG) Dr. Stephan Beth
Zielgruppe: Richter
Beschreibung: Die Anzahl der Eigenverwaltungen steigt stetig an. Der Workshop beschäftigt sich beginnend bei den Grundzügen der Eigenverwaltung, mit der aktuellen Rechtsprechung und der praktischen Handhabung.
Mittwoch, 02. Juni 2027, von 10 – 12 Uhr
Das System der (ausnahmsweisen) Zuschlagsgewährung im Insolvenzverfahren
Referent: Prof. Dr. Hans Haarmeyer
Zielgruppe: Richter/Rechtspfleger
Kurzbeschreibung: Ausgehend von der gesetzlichen Vermutung der Angemessenheit des einfachen Staffelsatzes werden die besonderen Voraussetzungen für die ausnahmsweise Gewährung von Zuschlägen dargestellt und anhand von Beispielen erörtert. Im Mittelpunkt stehen die hohen Anforderungen an den notwendigen Sachvortrag des Antragstellers, die Darlegungslast und die Folgen ihrer Verletzung sowie die nachvollziehbare Begründung der ausnahmsweisen Gewährung von Zuschlägen.
Mittwoch, 08. September 2027, von 10 – 12 Uhr
Die Delegation von Tätigkeiten auf Dienstleister und Dritte sowie deren vergütungsrechtlichen Konsequenzen
Referent: Prof. Dr. Hans Haarmeyer
Zielgruppe: Richter/Rechtspfleger
Kurzbeschreibung: In den vergangenen 20 Jahren hat sich in Deutschland eine Crash-Industry entwickelt, die jegliche von einem Insolvenzverwalter wahrzunehmenden Aufgaben an dessen Stelle bereit ist wahrzunehmen. Die sich daraus ergebenden Belastungen für die Insolvenzmasse sowie die Verzerrung des Wettbewerbs unter der Insolvenzverwaltern stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Rechtsaufsicht des Insolvenzgericht. Umfassend werden die sich aus einer Delegation ergebenden vergütungsrechtlichen Konsequenzen dargestellt und vertieft. Handlungsanleitungen für die gerichtliche Praxis runden diesen Workshop ab.
Mittwoch, 20. Oktober 2027, von 10 – 12 Uhr
Offener vergütungsrechtlicher Workshop zu aktuellen Fragen aus der Praxis
Referent: Prof. Dr. Hans Haarmeyer/RiAG Thorsten Graeber/Dipl.-Rpflin Sylvia Wipperfürth
Zielgruppe: Richter/Rechtspfleger
Kurzbeschreibung: Anhand von aktuellen Fragen aus der Praxis sowie aktuellen Problemstellungen im Vergütungsrecht werden in diesem Workshop mögliche Lösungswege offen diskutiert und Anleitungen für die Umsetzung in die vergütungsrechtliche Praxis gegeben. Fälle oder Fragen aus der Praxis können von den Teilnehmern bis zu einer Woche vor dem Workshop eingereicht werden.
Donnerstag, 2. Dezember 2027, von 10 – 12 Uhr
Die Prüfung von Schlussrechnungen und Schlussberichten (Teil1)
Referentin: Diplom-Kauffrau Kati Gerber-Weißbach, Steuerberaterin, Fachberaterin für Sanierung und Insolvenzverwaltung (DStV e.V.)
Zielgruppe: Rechtspfleger
Kurzbeschreibung: Dieser für Praktiker erstellte Workshop wird Einsteigern und erfahrenen Rechtspflegern mittels vieler praktischer Beispiele Tipps für eine effiziente Herangehensweise an die Prüfung von Schlussrechnungslegungen geben. Die Referentin ist seit 1998 in Insolvenzverfahren tätig und ist seit 2014 ausschließlich mit der Prüfung von Schlussrechnungslegungen beauftragt. Über die Feststellung, ob die eingereichten Unterlagen überhaupt für eine ordnungsgemäße Prüfung geeignet sind, bis zum Aufzeigen typischer Bereiche, in denen Insolvenzverwalter besonders fehleranfällig sind, wird die Bandbreite dieses Workshops liegen.
